Dienstag, 10. April 2018

Vertrieben aus dem Paradies


Vertrieben aus dem Paradies

Meine geliebte Cuty, als ich noch nicht wusste, dass sie beim Vorbesitzer schon einmal Hufrehe hatte. Mein toller Hufschmied Hilmar Languth, hatte beim ersten Termin die Befürchtung geäußert, doch ich wollte das gar nicht hören und glaubte dem Vorbesitzer nur zu gerne, als er mir sagte, da sei nichts gewesen.


Knapp 6 Monate nachdem ich dieses Bild gemacht hatte, hatte sie einen so heftigen Schub, dass sie eigentlich hätte eingeschläfert werden müssen. Alles tat ich dafür, dass sie überlebt, gesund ist sie seit dem nicht mehr geworden. 
 
Seit Vorgestern große Angst, dass es sie wieder erwischt hat, obwohl sie inzwischen auf einem großzügigen Sandpaddock lebt und grünes Gras nur noch sieht.

Wer von Euch versteht meine Angst?
Bitte schreibt mir NUR Hufrehegeschichten, die GUT ausgegangen sind.
Danke für Eure Zeit, das Lesen, das Mifühlen, die gute Energie, die Ihr mir und meinem liebsten Pferd schickt

von Herzen Cuty und Karin

Kommentare:

  1. Meine Stute ist bei den Vorbesitzern nach einem Umzug und direkten Werdegang auf fetter Kuhwiese schwer an Hufrehe erkrankt. Sie war zu dem Zeitpunkt schon seit Jahren zu fett, das gehaltvolle Gras brachte das Fass dann zum Überlaufen und den Stoffwechsel völlig durcheinander. Mehrere Wochen lang ging der Schub. An einigen Tagen lag sie in der prallen Sommersonne platt auf dem Paddock, weil sie es vor Schmerzen nicht mehr bis in den Schatten geschafft hat. Jeder hätte dieses Pferd aufgegeben, aber ihre damaligen Besitzer sind mit dem Sonnenschirm hinter ihr hergelaufen, haben Schatten und Wasser zu ihr gebracht. Sie haben sicher nicht Alles richtig gemacht, aber sie haben ihr eine Chance zum Weiterleben gegeben. Nachdem der Schub halbwegs überstanden war, bekam sie auf beiden Vorderhufen. Als der Eiter rauskam, zerstörte dies auf beiden Seiten den Strahl und die gesamte Hufsohle. Für die meisten Pferde ein Todesurteil, aber sie hat es geschafft. Es war ein harter und langwieriger Kampf, der alle Beteiligten über die Grenzen ihrer Belastbarkeit hinweg getrieben hat, aber sie hat es geschafft und ist zumindest was die Hufe angeht wieder voll belastbar. Heute ist sie schlank, fit und darf sogar wieder auf die Weide (mit pferdegerechter Saatmischung). Ihre Leber hat einen bleibenden Schaden erlitten und zur Zeit ist sie wieder beschlagen (weil ihr Hufwachstum zu langsam ist), aber ich bin so dankbar für dieses Pferd mit seinem gewaltigen Kampfgeist und Überlebenswillen. Sie ist einfach etwas ganz Besonderes <3

    Ich hoffe sehr, dass Ihr es auch noch einmal schafft. Unsere Daumen und Hufe sind fest gedrückt.

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  2. Danke für diesen mutmachenden Beitrag. Bei uns geht es jetzt auch jeden Tag besser. Zumindest bei den Pferden. Das Pony meines Mannes hat mich heute aber wieder umgenietet. Ich bin einfach zu schwerfällig und langsam für das alte sportliche Tier. Nun tut auch noch die linke Schulter weh..... Gute Nacht.

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  3. Hallo, mir ist ein Shetlandpony "zugelaufen". hochgradige Rehe, lag schon die meiste Zeit auf der Wiese, bei uns erstmal Diät, entsprechender Beschlag. Und immer Vorsicht mit dem Fressen. Das Tier war ca. 12-14 Jahre alt, als es zu uns gekommen ist. Es gab Höhen und Tiefen, aber es ging dem Pferdchen eigentlich immer gut, ausser es durfte mal wieder nicht auf die Weide, da war es ausgesprochen sauer. Es wurde auch lange Zeit geritten. Alles soweit fit. Mittlerweile ist das Pony ca. 40 Jahre alt und lebt immer noch recht fröhlich bei uns, ok, die Hufform ist jetzt nicht Lehrbuchegrecht, aber ihre Lebensqualität ist gut .

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